Excès de Roissy II

Alle Lust will Ewigkeit…

Es sollten sich am 12.10.2013 zum zweiten Mal die Tore nach Roissy für uns und auch für unsere Gäste öffnen. Und was soll ich sagen, wir waren nervöser als beim ersten Mal. Die Anforderungen, die wir an uns selbst stellen übertreffen meist die Erwartungen der Gäste.

Wir hatten schon einige Erfahrungen gesammelt und ein paar Kleinigkeiten geändert in der Planung, aber wir waren zu dem Zeitpunkt zufrieden. Kein Vergleich zu dem, was wir heute machen. (Wir sitzen aktuell, also zu dem Zeitpunkt, dass ich das schreibe, gerade an der Planung für das Jubiläum X… die Webseite wurde nochmal neu gemacht und jetzt ist hier auch Platz um eine Art Chronik zu verfassen.)

Ich reise mit euch also gerade in die Vergangenheit und versuche mal zusammenzufassen, was sich von Excès zu Excès verändert hat.
Beim ersten Mal gab es zum Beispiel noch keine „dunkle Stimme“, so wie wir sie heute kennen. Auch der Torwächter hat sich erst im Laufe der Zeit zu dem entwickelt, was er heute ist.

exces de Roissy II

Es gab beim 2. mal auch noch kein Training. Die Wartezeit verbrachten die O´s noch im Pornokino, in dem der Film „Geschichte der O“ in Endlosschleife gezeigt wurde. Wir wussten damals schon, dass das auf Dauer schlecht für das Kopfkino ist, aber was sollten wir als Alternative machen. Jede O sollte ihre Zeit in der Vorführung haben. Daran wollten wir nichts ändern. Da die Vorführung für uns der wichtigste Punkt der gesamten Veranstaltung ist. Die Idee zu einem Training keimt schon langsam in unseren Köpfen, aber es sollte noch ein paar Excès dauern, bis wir das dann umsetzen konnten.

Die Neuerung, die mir am eindrucksvollste in Erinnerung geblieben ist, zum 2. Excès de Roissy, waren die Säckchen. Beim ersten Mal hatten einige O´s ihre Beutelchen mal hier und mal da liegen lassen. Also dachten wir uns, wenn da der Name darauf steht, dann wissen wir wenigstens wem es gehört. Und die Diener, die damals auch noch nicht so zahlreich waren, wissen wer dafür bestraft werden muss. Und da wir das Logo auch gerade neu gemacht hatten, war es einfach nur schön, dies auch auf den Säckchen zu verewigen. Auch als Erinnerung. Und ich weiß nicht, ob es wirklich daran lag, die Säckchen persönlicher zu gestalten oder an der strenge der Diener, aber keine der anwesenden O´s hat ihr Säckchen liegen lassen.

Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass wir im Vorfeld zum 2. Excès de Roissy, sehr oft und viel über das Thema Neigungsbögen und Bändchen diskutiert haben. Für viele Interessierte war es damals ein Risiko zu einer Veranstaltung zu gehen, ohne diese Hilfsmittel. Doch wir waren uns einig, dass aufgrund der Dramaturgie, die die Herren speziell für Ihre O planen, keine Notwendigkeit für so etwas besteht. Auf einigen Veranstaltungen vor dem Excès haben wir oft festgestellt, dass solche Bögen oder Bändchen auch schnell zu Missverständnissen führen können. Herren mit Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand brauchen sowas nicht. Und genau die wollen wir ansprechen mit unserem Event.
Das das nicht immer funktioniert und in der Vorauswahl auch mal was schief gehen kann, haben wir dann beim 3. Excès gemerkt.