Excès de Roissy VI

Tiefenrausch

(diesmal ein Lied von einem Künstler, der vielen von uns sehr gut gefällt: ASP, ausgesucht hat es aber mone)

Für mich rückblickend eines der schönsten Excès.
Da das Datum, also der 10.10.2015, mit der Ferien- und Urlaubsplanung der Gäste kollidierte, waren es leider nur etwas mehr als die Hälfte, der Paare, die sonst dabei waren.
Das hatte seine Vorteile, aber auch einige nicht zu verachtenden Nachteile.

Ich fange mal mit den Nachteilen an. Für den Club war es fast eine finanzielle Katastrophe und wir hatten Angst, dass wir nicht mehr dort veranstalten dürfen. Für uns war es finanziell auch nicht ohne, da wir sehr knapp kalkulieren und auch keinen Gewinn erwirtschaften wollen.Trotzdem ist der Aufwand der gleiche, egal ob es 20 oder nur 13 Paare sind.

Es hatte aber auch seine Vorteile. Die Vorführung im Ganzen war nicht so lang und auch in den anderen Szenen (Die ich mit Absicht nicht weiter benennen möchte, da hier ja auch neugierige Neulinge lesen können ;-P) konnte man sich mehr Zeit für jede einzelne O nehmen. Das freie Spiel war auch um einiges gemütlicher, da wir viel Zeit übrig hatten.

Im großen und ganzen war es das familiärste Excès. Zum größten Teil waren nur Stammgäste anwesend und da man sich kannte, waren auch die Spiele an sich viel intensiver.

Exces de Roissy VI

Trotzdem muss ich leider sagen, dass wir das nicht nochmal machen sollten. Wir sind bei jedem Excès bereits seit Donnerstag mit Aufbau und Vorbereitung beschäftigt. Von der Vorabdramaturgie fange ich jetzt lieber nicht an, die findet in den Wochen und zum Teil Monaten vor der Veranstaltung statt. Den personellen und auch finanziellen Aufwand können wir leider erst ab einer bestimmten Gästeanzahl rechtfertigen. Was wirklich schade ist, aber leider notwendig.

Eine Sache allerdings hat mich an diesem Abend traurig gemacht. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob ich das hier aufschreiben sollte, aber für mich gehört es zur Historie mit dazu. Einer meiner absoluten Lieblingsgäste und in meinen Augen ein perfekter dominanter Herr, hatte gesundheitliche Probleme. Heute geht es ihm wieder gut und darüber bin ich mehr als froh. Aber an diesem Abend war ich aus Veranstalter-Sicht absolut überfordert und menschlich sehr traurig. Das Team und auch die Gäste haben vorbildlich und souverän reagiert. Und im Nachhinein muss es wohl für den Notarzt ein sehr lustiges Bild abgegeben haben, so viele Männer in Leder mit, was haben die da an den Gürteln baumeln?. Ich würde zu gern wissen was die Rettungskräfte gedacht haben.