Excès de Roissy I

Alles beginnt mit einer Entscheidung…

Das war der Anfang. Nicht nur für unsere Gäste begann alles mit einer Entscheidung, sondern auch für uns. Die meisten kennen, denke ich, die Geschichte, wie das Excès de Roissy überhaupt entstand. Trotzdem möchte ich hier die Gelegenheit nutzen um aufzuzeigen, wie diese Entscheidung und deren Konsequenzen langsam Gestalt annahmen.

Wir, dass heißt mein Herr und ich und ein befreundetes Pärchen, waren schon auf einigen O-Veranstaltungen unterwegs und haben im Laufe der Zeit festgestellt, dass uns dort etwas entscheidendes gefehlt hat. Das Kopfkino.

Also saßen wir eines schönen Tages im Urlaub, auf einer sehr schönen Finca mitten auf der Insel Mallorca, und haben uns überlegt, was man anders machen müsste. Dabei entstand das Konzept zum ersten Excès de Roissy. Allerdings brauchten wir dafür sehr viel Material und Veranstaltungstechnik, so dass wir die Ideen erstmal für ca. ein halbes Jahr in eine Schublade gepackt haben. Parallel dazu hatte uns Big Mama, von unserem Lieblingsclub BMH, schon mehrfach angesprochen, ob wir nicht auch mal etwas bei Ihr veranstalten möchten. Mein Herr, Sir CoS, hatte vor Jahren schon mal eine Veranstaltung im BMH organisiert und daher lag es nah, dass wir mit unserem Konzept mal bei Big Mama vorbeischauen. Wenn ich euch jetzt erzählen würde, wie wir das ohne entsprechende Technik umsetzen wollten, würdet ihr euch die Haare raufen. Wir selbst waren auch nicht zufrieden, aber was sollten wir machen.

Exces de Roissy I

Da kam dann Herr Geyer, von Metall Geyer, ins Spiel, den wir auf einer der O-Veranstaltungen kennen lernen durften. Bei einem Telefonat über ein ganz anderes Thema, wurde dann plötzlich das Konzept des Excès de Roissy aus der Schublade geholt und vorgestellt. Mit dem Hinweis, dass wir da massiv Abstriche machen müssen, da uns die Technik fehlt. Keiner wusste, dass Michael Geyer noch ein zweites Unternehmen besitzt und er über genau diese Technik verfügt. Ich kann gar nicht beschreiben wie euphorisch wir in diesem Moment waren.

So nahm dann die Planung für das erste Excès seinen Lauf. Es war eigentlich auch als einmalige Veranstaltung gedacht. Wir wollten es halt einfach mal probieren. Herausfinden, ob es möglich ist auf einer Veranstaltung mit Gästen das Kopfkino laufen zu lassen.

Dann am 13.04.2013 war es endlich soweit. Nach einer scheinbar endlosen Vorbereitungszeit öffnete Roissy das erste mal seine Tore. Ich kann euch versichern, wir waren aufgeregter als alle anderen. Ich für meinen Teil kann zwar organisieren, aber bisher hatte ich noch kein solches Event auf die Beine stellen müssen.

Wenn man heute den Teil des Teams, von damals, fragt, „Was war eigentlich beim ersten Excès?“ Kann sich keiner mehr wirklich erinnern. Die Eindrücke, die wir mitgenommen haben waren so überwältigend, dass man es auch nur schwer in Worte fassen kann.

Im nachhinein kam soviel positives Feedback immer mit der Frage: „Wann ist das nächste Mal?“, dass wir lange überlegt haben. So war das ja nicht geplant. Trotzdem hatten wir insgeheim schon wieder so viele Ideen, was man anders oder besser machen kann, dass es nicht lange gedauert hat und wir einen Termin für das nächste Event im BMH festgemacht haben.

So nahm es seinen Lauf und wir können einfach nicht mehr aufhören. Das Team wuchs und auch die Ideen wurden immer vielfältiger und besser.

Ich mag diese Szene sehr, weil man es auch auf unsere heutige Gesellschaft beziehen kann… Wir leben in einer Scheinwelt, in der wir uns den gesellschaftlichen Normen unterwerfen und kein Platz für Individualität bleibt. Bis man eine Entscheidung trifft. Will man das Ausleben, was tief in einem schlummert oder versteckt man sich. Zugegeben, für uns ist diese Entscheidung nicht ganz so endgültig, wie im Film, trotzdem nicht weniger einfach.

eviline