Regeln beim Excès de Roissy

Ihre Hände gehören ihnen nicht, auch nicht Ihre Brüste, vor allem nicht irgendein Zugang ihres Körpers, wir können sie nach Belieben visitieren und in sie eindringen. Als ein Zeichen, das ihnen ständig gegenwärtig machen soll, oder doch so gegenwärtig wie möglich, daß Sie kein Recht mehr haben, sich zu entziehen, werden Sie in unserer Gegenwart niemals völlig die Lippen schließen, noch die Beine kreuzen oder die Knie zusammenpressen. (Sie haben ja gesehen, daß ihnen dies sogleich nach Ihrer Ankunft verboten wurde). Was für uns wie für Sie bedeutet, daß Ihr Mund, Ihr Schoß und Ihre Lenden uns offen stehen. Sie werden vor uns niemals Ihre Brüste berühren: sie sind durch das Korsett herausgedrängt, damit sie uns gehören!

Sie dürfen niemals einem von uns ins Gesicht schauen.

Wenn das Kostüm, das wir bei Nacht tragen, das ich jetzt hier trage, unser Geschlecht freiläßt, so nicht der Bequemlichkeit halber, das ließe sich auch auf andere Weise machen, sondern um Sie zu erniedrigen, um Ihre Augen zu zwingen, sich darauf zu heften und auf nichts anderes, um Sie zu lehren, darin Ihren Gebieter zu sehen, dem Ihre Lippen, vor allem anderen, dienen sollen. Bei Tage, wenn wir normal gekleidet sind wie jetzt, werden Sie sich an die gleichen Vorschriften halten, nur müssen Sie dann, wenn man es von Ihnen verlangt, bemüht sein, unsere Kleider zu öffnen und auch ohne weitere Auf-forderung wieder zu schließen, wenn wir mit Ihnen fertig sind.

Pauline Réage

Demut

Dieser Auszug aus „Die Geschichte der O“, definiert die Regeln der O’s für diesen Abend, mit der Ausnahme, dass eine O nicht automatisch Anal zur Verfügung stehen muss. Die anale Verfügbarkeit kann vom Gebieter einer O als Tabu festgelegt werden!

Im Normalfall wird natürlich davon ausgegangen, dass eine O immer mit allen 3 Körperöffnungen zur Verfügung steht. Da es aber einige Herren gibt, die die anale Körperöffung ihrer O ausnahmslos für sich selbst beanspruchen, können diese die anale Benutzbarkeit für andere Herren einschränken oder vollständig verbieten! Dies ist selbstverständlich Ihr volles Recht, denn schließlich ist die O sein Eigentum!

Nocheinmal zusammengefasst alle Regeln für die O’s an diesem Abend:

  • Jede O steht jedem Herren vaginal und oral zur freien Verfügung. Jeder Herr darf in sie eindringen und sie zu seinem Lustgewinn benutzen. Es herrscht für die Herren Kondompflicht (bei Oralverkehr ist die Kondompflicht optional und kann vom Besitzer der O bestimmt werden).
  • Eine O schaut einem Herren niemals ins Gesicht. Ihr Blick richtet sich IMMER und ÜBERALL bei jedem Mann im Gebäude (egal ob Diener, Herren, Gebieter oder Personal) auf sein Geschlecht, um sich ständig Ihrer Situation und Ihrer wichtigsten Aufgabe bewusst zu sein: Den Herren jederzeit und überall zur Lustbefriedigung zur Verfügung zu stehen!
  • Eine O versperrt NIEMALS den Blick auf Ihre Brüste, Ihre Scham oder Ihren Po. Dies hat sich in Ihrer Kleidung wiederzuspiegeln. Wenn nicht permanent freigelegt, hat sie den offenen Einblick augenblicklich zu gewähren, sobald sie sich in einem Raum mit anderen Herren oder Dienern befindet, indem sie ihren Rock rafft und ihre Brüste freilegt!
  • Eine O schließt niemals Ihre Beine, oder Ihre Lippen. Sie signalisiert somit, dass sie sich der Situation bewusst ist, dass diese Körperöffnungen an diesem Abend den Herren gehören und von diesen zur persönlichen Lustbefriedigung benutzt und penetriert werden dürfen!
  • Eine O sitzt niemals auf einem Stuhl oder einem Sofa, sondern kniet immer zu Boden der Herren, um diesen Demut und Respekt zu zollen!
  • Eine O spricht NIEMALS zu einem Herren, außer sie wird etwas gefragt. Dieses generelle Sprechverbot ist aufgehoben, wenn die O die festgelegten Tabus Ihres Herrn (Mein Herr wünscht nicht, dass…) oder den Ampelcode mitteilen möchte (siehe Erklärung auf der Seite „Bändchen / Bögen?“). Die O’s untereinander beschränken ihre Konversation auf das nötigste und achten dabei auf eine gemäßigte Lautstärke!
  • Eine O dient den Herren und führt deren Befehle aus. Sie bringt den Herren Getränke, massiert Sie und tut sonst alles in ihrer Macht stehende, um die Herren vollends zufrieden zu stellen. Zuwiderhandlungen werden konsequent bestraft!

Alle diese Regeln sollen der O helfen, sich ständig über ihre Position und ihrer Situation im klaren zu sein. Eine O ist nicht dazu da, befriedigt zu werden, sondern um den Herren Befriedigung zu schenken. Eine O ist nicht dazu da sich bedienen zu lassen, sondern eine O bedient.

Wir bitten an diesem Punkt auch die Herren, sich diesen Tatsachen bewusst zu sein und den O’s das auch zu verdeutlichen. Herren, deren Phantasiehorizont nicht weiter reicht, als eine O ständig mit Dildos, Vibratoren und anderen Spielgeräten zum Orgasmus verhelfen zu wollen, zerstören die Phantasie unserer O’s…ihre Phantasie für einen Abend voll und ganz O sein zu dürfen!

Wie sollen sich die O’s auf ihre wichtige Aufgabe Vergnügen und Befriedigung zu schenken konzentrieren, wenn Ihr ihnen ein anderes Bild vermittelt? Eure Aufgabe ist es, von den O’s Respekt und Gehorsam einzufordern. Eurer Vergnügen ist es, Euch von den O’s Befriedigung schenken zu lassen. Fordert dieses Vergnügen respektvoll aber bestimmend ein und erfüllt somit den O’s ihren sehnlichsten Traum – Eben voll und ganz O sein zu dürfen!

Die Diener werden am Abend dazu eingeteilt sein, darauf zu achten, dass die O’s alle Regeln konsequent befolgen. Sollte eine O gegen eine dieser Regeln auch nur ansatzweise verstoßen, wird sie gerecht, aber hart bestraft! Ihre Vergehen werden auch ihrem Besitzer vorgetragen! Dies ist sicherlich eine der demütigsten Bestrafungen und kommt auch dem Besitzer einer persönlichen Beleidigung durch seine O gleich! Kein Herr hört gerne durch andere, dass seine O ungehorsam ist!

Die Herren sind ebenfalls dazu angehalten die Regeln der O’s konsequent einzufordern. Sollte eine O gegen eine Regel verstoßen, sollte er diese darauf hinweisen und sie ggf. bestrafen. Er kann den Verstoß auch einem Diener mitteilen, der sich dann mit ihrer Züchtigung beschäftigen wird! Bei schwerwiegenden Vergehen, kann eine O und damit auch ihr Herr der Veranstaltung verwiesen werden!

Wir wissen, dass es auf derartigen Veranstaltungen oft schwer ist diese Regeln einzuhalten, sowie es vielen Herren oft schwer fällt diese Regeln einzufordern. Doch alles begann mit Eurer Entscheidung für einen Abend Roissy zu leben und diese Entscheidung sollte Euch ernst sein!

Regeln sind für O’s etwas sehr lustvolles, aber nur wenn diese Regeln auch konsequent gefordert und durchgesetzt werden. Wenn ihr O’s euch nicht an diese Regeln haltet und wenn Ihr Herren diese Regeln nicht einfordert, zerstört Ihr damit nicht nur Eure eigene Lust, sondern auch die der anderen! Diese Regeln sind ein wichtiger, unentbehrlicher Teil dieses wunderbaren Spieles der Lust! Ohne diese Regeln bleibt Roissy für uns alle unerreichbar!